Barcelona:

An unserem Ankunftstag wollten wir noch das Kloster Montserrat besichtigen. Der "zersägte Berg" (mont serrat), dessen höchster Gipfel 1236m erreicht, bildet eine wunderbare Kulisse für Kataloniens heiligsten Ort. Es wurde erstmals im 9.Jahrhundert erwähnt und im 11.Jahrhundert vergrößert. Das Kloster liegt auf 700m Höhe, das man mit einer Zahnradbahn erreichen kann. In dem Kloster befindet sich die schwarze Madonna, die die Seele Montserrats ist. Sie soll der Sage nach vom heiligen Lukas gefertigt und von Petrus 50 n.Chr. hiergebracht worden sein. Heute leben hier noch immer Benediktinermönche. Besucher können täglich in der Basilika, die Monserrat-Hymne der Mönche hören.
An den nächsten 3 Tagen besichtigten wir Barcelona. In der Stadt gibt es einen Touristikbus, der eine Nord- und eine Südroute fährt und an jeder Sehenswürdigkeit von Barcelona hält, damit man diese besichtigen kann.
Zuerst wählten wir die Südroute, auf der wir an der La Rambla, der Kathedrahle der hl. Eulalia, das Barri Gotic (Altstadt), der Casa Mila (eins der berühmten Werke von Gaudi), der Placa d. Espanya, dem Poble Espanyol (ein künstliches Dorf mit faszinierenden Nachbildungen, zeigt die verschiedenen spanischen Regionalstile an) und dem Port Olympic vorbeikamen.
Am nächsten Tag befuhren wir die Nordroute, bei der wir als erstes bei der Sagrada Familia ausstiegen. Sie ist das Sinnbild der Stadt Barcelona und Antoni Gaudi's letztes, größtes und eigenwilligstes Werk. Die Kirche wurde 1883 begonnen und ist bis heute noch nicht fertiggestellt. Ein Mittelturm soll später einmal von 4 Seitentürmen, die die 4 Evangelisten darstellen, umgeben sein. Die Weihnachtsfassade ist der vollständigste Teil der Kirche und wurde 1904 beendet. Die Portale stellen Glaube, Liebe, Hoffnung dar und Szenen von Christi Geburt. Die Passionsfassade ist sehr düster mit eckigen Skulturen, sie wurde Ende der 80Jahre vollendet und ist bis heute noch sehr umstritten. Zu den Türmen führen je 400 Stufen nach oben. Nach dem Bürgerkrieg stocke die Arbeit, heute geht sie, finanziert durch öffentliche Spenden weiter.
Der nächste Halt war am Park Güell, eins der farbenprächtigsten Werke von Gaudi. Im Park befindet sich die längste Bank der Welt (152m) und am Eingang der berühmte mosaikverzierte Salamander. Besonders schön ist der Saal der 100 Säulen, eine höhlenartige Markthalle. Eine von Keramiktieren gesäumte Treppe führt zu einer Aussichtsplattform, die einen schönen Panoramablick bietet.
Die nächste Haltestelle war der Tibidabo. Zu seinem Gipfel (520m) führt Barcelonas letzte noch erhaltene Straßenbahn, dort befindet sich ein Vergnügungspark und der Tempel Expiatori del Sagrat Cor, auf der sich eine riesige Christusfigur befindet. Dort hat man wohl den besten Ausblick auf Barcelona. Außerdem kamen wir noch am Stadion des F.C. Barcelona und am Königspalast vorbei.
An unserem letzten Tag in Barcelona waren wir zu Fuß unterwegs. Über die La Rambla erreichten wir das Stadthaus von Güell, das heute zu besichtigen ist. Weiter ging es an der Kolumbusstatue vorbei zum Hafen, den wir mit einer Seilbahn überquerten, um diesen aus der Vogelperspektive zu betrachten. Als letzte Sehenswürdigkeit besichtigten wir den Arc de Triomf, der 1888 der Haupteingang zur Weltausstellung war.
Nach diesen 3 Tagen fuhren wir weiter nach Pals.

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