Berlin /Ostern 2003

Am Mittwoch den 16.04.2003 fuhren meine Eltern und ich nach Berlin.
Um 18.00 Uhr ging es bei herrlichem Wetter los. Nach 545km sind wir um 0.25Uhr an unserem
Campingplatz in Berlin angekommen.
1.Tag:
Schon am nächsten Tag fuhren wir mit der S-Bahn in die Stadt. Unser erstes
Ziel war der Alexanderplatz, der früher Ochsenmarkt hieß und damals der Vieh- und Wollmarkt
der Berliner war. Später als Zar AlexanderI, die Stadt besuchte, wurde er ihm zu Ehren
umgetauft Auf diesen Platz steht der Fehrnsehturm, mit seinen 365m ist er
das größte Gebäude der Stadt. Die schlanke Silhouette des Turms ist fast von jeden Punkt
in Berlin sichtbar. Von der Aussichtsplattform die sich in 203m Höhe befindet, hat
man eine gute
Aussicht über die Stadt. Danach ging es zum Neptunbrunnen. Der großartige Brunnen ist
ein Schmuckstück vor dem Roten Rathaus. Er wurde 1886 von Reinhold Begas geschaffen, der
sich zweifellos von den röm.Brunnen Berninis inspirieren ließ. In dynamischer Pose steht
Neptun in der Mitte des Brunnen umgeben von Allegorien die, die vier größten deutschen
Flüsse: Rhein, Weichsel, Oder und Elbe darstellen. Auf dem rießigen Platz dahinter stehen
die Statuen
des Karl-Marx
und des Friedrich Engels, Marx sitzt und Engels steht, scheinbar den Fernsehturm
betrachtend.
Mit dem Bus der Linie 100 fuhren wir weiter die Straße Unter den Linden hinunter bis zum
Brandenburger Tor. Es ist eine Nachbildung der Proyläen, des Einganges zur
Akropolis. Seine Bauzeit dauerte von 1788 - 1791. Während der französichsen Besatzung gab
Napoleon den Befehl die Quadriga abzunehmen und nach Paris zu bringen. Seit ihrer
triumphalen Rückkehr 1814 gilt sie als Siegessymbol. Unser nächstes Ziel war nun der Reichstag. Wir
waren aber nicht die Einzigen, die diesen besichtigen wollten, dort mussten wir 1h warten
um auf die Kuppel zu kommen. Am 2.Dezember 1990 fand hier die erste Sitzung des neu
gewählten Bundestages nach der Wiedervereinigung statt. Über dem Potsdamer Platz,der lange Zeit als ödes Niemandsland zwischen Ost- und
Westberlin lag, hat sich zum ultramodernen Geschäftszentrum des 21.Jahrhunderts gemausert.
Dort liegt auch das Sony-Center.Weiter ging es dann zum Checkpoint Charlie. Er war einst der
Übergang zwischen den amerikanischen und dem sowjetischen Sektor. Heute gibt es dort
weder Tore noch Barrieren, noch Stacheldraht. Geblieben ist nur ein alter Wachturm, der
früher der Grenzkontrollpunkt zwischen Ost- und Westberlin war.
2.Tag:
Am nächsten Tag fuhren wir mit der S-Bahn ins sogenannte Scheunenviertel, um
dort die neue Synagoge zu besichtigen, die im 2.Weltkrieg zerstört wurde. 1988 begann man mit
den Wiederaufbau und 1995 wurde sie wieder eingeweiht. Gleich daneben ist
das Postfuhramt, dass einst als Stallung für die Postpferde errichtet worden ist.
Außerdem befinden sich dort die Hackesche Höfe. Der Gebäudekomplex aus dem frühen 20Jhd
umschließt neun aneinandergereihte Höfe, in denen sich Restaurants, Bars,Galerien und
Läden befinden. In den oberen Stockwerken sind Wohnräume und Büroräume.
Ganz in der
Nähe,
befindet sich auch die Gedenkstätte in der Großen
Hamburger Straße, die an die jüdischen Opfer des Holocaust erinnert.Nun gingen wir weiter zum
Berliner Dom indem sich die Fürstengruft befindet. Das prunkvolle Innere, des Doms wurde um die
Jahrhundertwende gestaltet. Eindruckvoll ist die große Orgel und die prunktvolle
neobarocke Kanzel. Über die , die eine der schönsten Brücken Berlins ist,
kamen wir
zur Straße "Unter den Linden". Die Brücke wurde 1824 von Karl Friedrich Schinkel erbaut,
die Statuen darauf sind aus weißen Carraramarmor und zieren die Brücke seit 1853. Die
berühmte Straße "Unter den Linden" beginnt am Schlosspark und endet am Pariser Platz vor
dem Brandenburger Tor. Ursprünglich diente sie als Reitweg zum Tiergarten, dem einstigen
Jagdrevier der preußischen Könige. Im 17Jhd wurde die Straße mit Linden bepflanzt, auf die
der Name zurückgeht.
Sie gingen wir nun entlang. Das Zeughaus, ist das erste Gebäude nach der
Schlossbrücke ist heute ein deutsches, historisches Museum und war früher die königliche
Waffenkammer. Im vorderen Giebelfeld ist Minerva, die römische Göttin der Weisheit
abgebildet, hier als Lehrerin der Kriegskunst.
Daneben befindet sich die neue Wache,
die seit 93 als Mahnmal zum Gedenken an alle Opfer des Kriegs erinnern soll. Gegenüber vom
Zeughaus und neuer Wache befindet sich das Kronprinzpalais, es war einst Residenz der
königlichen später kaiserliche Thornerben.
Das Reiterdenkmal von Friedrich
des Großen,
mit
seinen 5,60 m im Mittelstreifen der Straße kann man kaum übersehen. Es ist eines der
berühmtesten Denkmäler Berlins und stellt Friedrich den Großen auf seinem Pferd dar.
Der
Bebelsplatz, auf dem, wir uns jetzt befinden, war einst Schauplatz, der von den
Nationalsozialisten 1933 inszinierten Bücherverbrennung. Eine Glasplatte gibt den Blick
frei auf einen unterirdisch beleuchteten Raum, worin sich lauter leere Bücherregale
befinden. Überquert man den Platz gelangt man zur St.Hedwigs Kathedrahle, deren Bauplan sich stark an das
römische
Pantheon anlehnt.
Nach einem kurzem Fußmarsch kommt der Gendarmenmarkt. Das war
früher der Marktplatz und wurde später nach dem Gens dŽArmes bennant, die hier ihre Ställe
hatten. Hier stehen sich der Französische und der Deutsche Dom direkt gegenüber, in der Mitte des
Platzes befindet sich das Konzerthaus, dass auch wie so vieles in Berlin von Karl-Friedrich
Schinkel entworfen wurde und als eines Meisterwerke gilt. Als Abschluss des Tages gingen
wir noch die Straße des 17.Juni entlang. Vorbei an dem sowetischen Ehrendenkmal,
dass an über 300.000 sowjetische Soldaten erinnert, die im 2.Weltkrieg in der Schlacht um
Berlin, ihr Leben ließen.
Von da aus machten wir einen Abstecher zum Schloss
Bellevue.Das Schloss ist heute offizieller Sitz des Bundespräsidenten, bis 1861 diente
es den Hohenzollern als Residenz.
Nun war es nicht mehr weit bis zum großen Stern. Hier
laufen fünf große Straßen sternförmig zusammen, in deren Mitte ragt die monumentale Siegessäule
empor.
Sie wurde zum Gedenken an den Sieg im preußisch-dänischen Krieg errichtet. Von der Aussichtsplattform ganz oben auf dem Denkmal hat man einen großartigen Ausblick auf
Berlin. Damit endete dieser Tag in Berlin.
3.Tag:
Am 3 Tag waren wir im ehemaligen westlichen Zentrum unterwegs. Als wir an
der S-Bahnstation Bahnhof-Zoo ausstiegen war es nur ein Katzensprung bis zum Ludwig-Erhard-Haus. Man hat die Konstruktion, die sich auf riesige Bogen stützt
mit einem Gürteltier vergliechen. Darin befindet sich die Berliner Aktienbörse und die
Industrie- und Handelskammer.
Über den Kurfürstendamm ging es weiter zur
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche die im 2.Weltkrieg schwer bombadiert wurde, so
dass nur noch die massive Turmruine übrigblieb. Deshalb hat sie von den Berlinern den
Spitznamen "hohler Zahn" bekommen. Es ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins. 14
Jahre später wurde ein neues achteckiges Kirchenschiff und ein freistehender Glockenturm
errichtet.
Am Ende des Ku`damms befindet sich das Europa Center, indem es mehr als 100
Geschäfte und einige phantasievolle Brunnen gibt. An einem davon befindet sich die Wasseruhr,
Sekunden, Minuten und Stunden werden hier durch gläserne Röhren und Kugeln angezeigt, die
sich mit einer grüner Flüssigkeit füllen.
Unmittelbar danach trifft man auf die Skulptur Berlin,
dass die früher geteilte Stadt symbolisiert. Auch das Kaufhaus des Westens (kurz
KaDeWe) befindet sich gleich in der Nähe, es ist das zweitgrößte in Europa und Berlins
exklusivstes Kaufhaus.
Der Nachmittag war für den Berliner Zoo reserviert. Besondere Attraktionen sind wohl die
beiden Pandas
und das Nachttiergehege, indem man nachtaktive Tiere beobachten kann. Im Aquarium, einem
der größten Europas, hat man Biotope für verschiedene Fische und die Tierwelt der Korallenriffe nachgebaut.
In einem rießigen Raum mit tropischen Pflanzen werden diverse Krokodilarten gehalten. Natürlich gibt es
auch Löwen, Elefanten, Wölfe, Erdmännchen, Kamele, Giraffen,
Nashörner u.s.w.
4.Tag:
Am 4.Tag unseres Berlinaufenthaltes fuhren wir nach Potsdam, der
Hauptstadt
Brandenburgs.
Eine der Sehenswürdigkeiten von Potsdam ist zweifellos, der
Schlosspark von Sanssouci. Der 287 Hektar große Park, gehört zu Europas schönsten
Gartenanlagen.
Über
den terrassenförmig ausgelegten Weinberg, gelangt man zum Schloss Sanssouci, dem ältesten
Gebäude im Park.
Gleich daneben befindet sich die Bildergalerie, die im barocken Stil
errichtet wurde.
Schon von der Ferne sieht man den vergoldeten Rokoko - Pavillion des
chinesischen Teehauses.
Ganz am anderen Ende des Parks, steht das neue
Palais. Dieser
imposante
Bau, ist einer der schönsten Schlösser Deutschlands. Gleich vor dem Palais
befinden sich die Communs. Das sind zwei miteinander verbundenen Bauwerke, in denen sich die
Wohnräume der Dienerschaft, sowie die Schossküche befanden. Ihr eigentlicher Zweck war
aber eine Art Sichtschutz vor den Äckern hinter dem Schlosspark.
Er hat über 200 reich
ausgestattete Räume mit hunderten von Skulpturen.
Als letztes kamen wir an der Orangerie
vorbei, die für Gäste des Hofes und nicht für Pflanzen erbaut wurde.
Danach machten wir
uns auf den Weg, in die City von Potsdam.
Als erstes
kamen wir ins holländische Viertel,
das Anfangs des 18JHD entstand, als holländische Arbeiter nach Potsdam kamen. Es besteht
aus 134
Giebelhäusern aus kleinen roten Ziegeln. Infolge der Verbreitung der Straße
verschwanden die Vorgärten.
Genauso beeindruckend wie das holländische Viertel ist das
russische Viertel Alexandrowa. Insgesamt wurden 12 Blockhäuser erbaut. Die Siedlung ist in
Form eines Andreaskreuzes, in einem Oval angelegt. Ihren Namen erhielt sie von Zar
Alexander I.
Von den ehemaligen 5 Stadttoren von Potsdam stehen heute noch 3 Tore,
Das Nauener
Tor, das Jägertor und das Brandenburgertor. Unser Weg führte uns auch an der
schönsten Kirche der Stadt vorbei, der Nikolaikirche, die von einer grünen Kuppel gekrönt
wird. Wir verließen Potsdam über die berühmte Glienicker Brücke von der man einen schönen
Blick auf Babelsberg hat.
Damit war unsere Berlintour beendet, denn schon am nächsten
Tag um 9³°Uhr fuhren wir wieder nach Hause. Es war ein sehr interessanter Aufenthalt, auch
wenn uns am Abend die Füsse schmerzten. :-))
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