| Am Freitag, den 28.07 starteten wir um 17.15 Uhr in München. Wir fuhren durch die
Schweiz, über Zürich, Lyon nach Setê in Südfrankreich. Unseren ersten Stopp machten wir am
Campingplatz Les Tamares. Dort erholten wir uns von 16,5 Stunden Fahrt. Der Strand und das
Meer waren toll und wir genossen zwei Tage am feinen Sandstrand.
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Am dritten Tag fuhren wir bis kurz vor die spanische Grenze weiter nach
Ste-Marie-Plage in der Nähe von Perpignan auf den Campingplatz de la Mer. Der Platz liegt
hinter einer flachen Düne direkt am Meer.
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| Diesen Stopp legten wir ein, da uns unser FC Bayernspezl Peter M. diesen Ausflug
in die Pyrenäen empfohlen hatte. Dort fuhren wir als erstes zum Chatêu de Quéribus. Das
Chatêu wird zum erstenmal 1020 erwähnt und war das letzte Bollwerk, dass 1055 in die Hände
der französischen Kreuzzügler fiel. Wenn man quer über das Tal schaute, konnte man schon
das Chatêu de Peyrepertuse sehen, dass unser nächstes Ziel war. Dieser Standort wurde
schon seit Anfang des 1.Jahrhunderts v. Chr. zur Zeit der Römer benutzt. Im Jahre 1224
wird Guillaume de Pyrepertuse, da er sich während des Kreuzzuges gegen die Albigenser
nicht unterwerfen wollte, aus der Kirche ausgeschlossen. Nach dem Misserfolg der
Belagerung von Carcassonne unterwirft sich Guillaujme und die Burg wird im November
1240 fränzösicher Besitz. Unser nächstes Ziel waren die Gorges de Galamus (z.dt.:
Schluchten von Galamus.
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Danach gings nun endlich nach Spanien. Unser Ziel war diesmal die 822 km entfernte
Hauptstadt Madrid. Wir brauchten dafür 11 Stunden, da die Straßen meist ziemlich holprig
waren und der Campingplatz Alpha sehr schlecht beschildert war. |
| Am unserem ersten Tag in Madrid ging es nach anfänglichen Startschwierigkeiten ins
Zentrum der Stadt. Dort kauften wir uns am Plaza de Espanya die Karten für "Madrid
Vision", eine Bustour, die alle wichtigen Sehenswürdigkeiten ansteuert. Am reizvollsten an
der Plaza de Espanya ist die Mitte des Platzes, mit einem Obilisken aus dem Jahre 1928 und
einem Cervantes-Denkmal, unter dem Don Quixote hoch zu Ross begleitet von Sancho Pansa auf
dem Esel, in die Welt reitet. Da es mittlerweile schon nach 13.00 Uhr war entschieden wir
uns am ersten Tag für die kürzere Route 2 (Madrid Moderno, blaue Route). Der Bus fuhr
nacheinander folgende Sehenswürdigkeiten an. Als erstes den Paseo del Prado, er wurde Ende
des 18. Jhd. angelegt und entwickelte sich bald zur Flaniermeile Madrids. Auf der Plaza de
Cibeles ist eine Statue der griechischen Göttin Kibele, die auf einem, von 2 Löwen
gezogenen Wagen thront. Es ist eine der bekanntesten und schönsten Sehenswürdigkeiten
Madrids.
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Der Triumphbogen Puerto de Alcalá, entstand nach Entwürfen von Francesco Sabatini,
1769 und dauerten 9 Jahre. Der klassizistische Granitbau mit Gibelfeld und Engelstatuen
hat 3 innere und 2 äußere Bögen. Benannt nach Cristoph Kolumbus (span. Colón) wird der
Plaza de Colón, den früher schöne Villenbauten säumten, heute von mächtigen Bürotürmen aus
den 70er Jahren überragt. Das eigentliche Wahrzeichen des Platzes sind die beiden
Kolumbusdenkmäler. Das ältere (und schönere) ist eine neogotische Säule aus dem Jahre
1885, die ein nach Westen deutender Kolumbus krönt. Auf der anderen Seite des Platzes
steht das zweite modernere Monument - 4 große Betonblöcke mit Zitaten über Kolumbus's
Reise. Die letzten Stationen waren das Santiago Bernabéu (Stadion von Real Madrid) und Las
Cortes. Das Bernabéu Stadion, dass 80000 Fussballfans fasst, wurde 1950 erbaut und seitdem
mehrfach modernisiert, ist die Heimat des Traditionsklubs Real Madrid. Nach einer
Shopping-tour im Einkaufszentrum Les Courtes Ingles war unser erster Madridtag beendet.
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| An unserem zweiten Madridtag fuhren wir mit der roten Route 1 (Madrid Historico)
weiter. Hier fingen wir mit dem äpyptischen Temple de Debod an. Dieser Tempel aus dem 2
Jhd. v. Chr. wurde beim Bau des Assuanstaudammes abgetragen. Er wurde im Jahr 1968 Spanien
von der ägyptischen Regierung zum Geschenk gemacht. Danach gings es weiter zum Palacio Real
(Königspalast), der 1734 von Phillipe V in Auftrag gegeben worden ist. 26 Jahre - die
Regierungszeit 2er Könige - dauerten die Bauarbeiten. Bis 1931 war das Schloss Wohnsitz
der königliche Familie. Der heutige Monarch König Juan Carlos I nutzt den Palacio Real nur
zu Staatssempfängen. Gegenüber liegt die Catedral Almudena, die 1993 von Johannes Paul II
eingeweiht wurde. Die neugotische grau-weiße Fassade ähnelt der des Palacio Real.
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Die Sehenswürdigkeiten der Altstadt nahmen wir uns trotz der 35° im Schatten zu Fuß
vor. Wir starteten an Puerta del Sol (Sonnentor), dass das Herzstück der Stadt ist. Sie
markiert das einstige Osttor Madrids. Vor dem Glockenturm des Platzes ist am Boden der
"Kilometer Null" markiert, der als Mittelpunkt des spanischen Straßennetzes gilt. Dort
fanden wir auch das Wahrzeichen von Madrid, den Bär am Erdbeerbaum. Die Plaza Mayor ist
ein grandioser rechteckiger Platz mir dem Flair eines Theatersaals, gesäumt von Balkonen,
Zinnen und steilen Schieferdächern. Hier ereigneten sich im Laufe der Geschichte
Stierkämpfe, Hinrichtungen und Festspiele. Der Palacio de Santa Cruz war ursprünglich ein
Gefängnis, in dem die Häftlinge auf ihr Urteil warteten. Der Bau ist ein Juwel
habsburgerischer Architektur. Damit war unser Besuch in Madrid beendet.
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| Wir fuhren am nächsten Tag ins 420 km entfernte Alicánte. Die Hafenstadt wurde um
einen Naturhafen herum angelegt und ist die wichtige Stadt der Costa Blanca. Seinen Gipfel
nimmt heute das Castillo de Santa Babara ein, das größtenteils im 16.ten Jhd. entstand.
Zentrum der Stadt ist die palmenbestrandete Esplanada de Espanâ. Nun gings weiter die
Küste entlang Richtung Norden. Nicht weit von Alicánte entfernt ist das bekannte
Touristenzentrum Benidorm. Mit seiner Skyline aus Wolkenkratzern, die die 2 langen Strände
der Stadt überschatten, gleicht es mehr Manhattan, als dem kleinen Fischerdorf, das es
noch bis in die frühen 50er Jahre war. Von weitem gesehen steigt weiter nördlich, der
Penyal dīlfach, scheinbar direkt aus dem Meer. Der 332m hohe Kalkstein ist eine der
spektakulärsten Sehenswürdigkeiten der Costa Blanca. Damit war unser Küstenfahrt an der
Costa Blanca beendet. Weitere Bilder |
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Unser nächster Stopp war das 224 km entfernte Ribera de Cabanes, ca. 100km nördlich
von Valencia. An den Campingplatz Torre La Sal 2 trafen wir Bekannte von uns, mit denen
wir erstmal ausgiebig Sonne, Strand und Meer auskosteten. Der Platz hatte einiges zu
bieten, wie z.B.: die morgendliche Gymnastik und "Instandhaltung", sowie jeden
Mittwochabend einen Jungstierkampf, bei dem die Gäste als Toreros mitmachen konnten. Weitere Bilder |
| Die drittgrößte Stadt Spaniens - Valenciá - wollten wir uns natürlich nicht entgehen
lassen. Also fuhren wir morgens los, direkt zur Placa de Mercado. Dort besuchten wir die
Mercat Central (Markthalle), die mit ihren Eisen-Glas-Kuppeln als eine der schönsten
Jugendstil-Markthallen Europas gilt. Direkt gegenüber liegt die Llotja del la Seda
(Seidenbörse von 1498). Die Seidenhändler wickelten hier ihre Geschäfte im spätgotischen
Börsensaal unter einem reichen, von eleganten spiralförmigen Säulen getragenen
Sternengewölbe ab. Nicht weit davon entfernt befindet sich die Basílica de Nuestra Senora
de los Desamparados aus dem Jahre 1667. Die Jungfrau der Schutzlosen am Hauptaltar wird
als Patronin Valenciaīs angesehen. Ihr zu Ehren verwandelt sich während der Fallas, der
Kirchplatz in ein regelrechtes Blumenmeer. Durch das doppeltürmige Stadttor Torres de
Serrans im Norden der Stadt aus dem 13. Jhd. ist ein wuchtiges Relikt der alten
Stadtmauer. Dahinter führt eine Brücke über das Bett des trockengelegten Rio Turia. Auf
dem Rundgang durch die Altstadt kamen wir auch am Hauptbahnhof Estación del Norte vorbei,
dessen stattliche Eingangshalle Jugendstildekor vom Feinsten bietet. Über die
Avendia Marqués de Sotelo erreicht man die Plaza del Ayuntamiento, den eleganten
Hauptplatz mit der Stadtinformation. Ganz im Südosten der Stadt in Richtung Hafen befindet
sich das Ciutat de les Arts i des les Ciénces. Dieser informative Themenpark, soll zum
spielerischen Umgang mit Kunst und Wissenschaft animieren. Damit schlossen wir unseren Tag
in Valencia ab und genossen den Rest des Tages noch am Meer.
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Der nächste interesante Punkt war das 115 km entfernte Ebrodelta. Unser erstes Ziel
dort war Tortosa, die größte Stadt am Unterlauf des Ebros. Sie breitet sich zu beiden
Seiten des Flusses aus und verdankt seine gute wirtschaftliche Situatuion der
verkehrsgünstigen Lage, sowie dem ertragreichen Anbau von Obst und Gemüse im fruchtbaren
Flusstal. Über Stadt und Fluss wacht auf einer Anhöhe das im 10. Jhd. errichtete Castell
de la Zuda. Heute beherbergen die altehrwürdigen Mauern ein nobles Hotel, dass den Gästen
herrliche Ausblicke auf Tortosa und Umgebung bietet. Im Herzen der Altstadt erhebt
sich die Cathedral, eine dreischiffige Basilika des 14 Jhd., die zu den Meisterwerken der
katalanischen Gotik zählt. Trubel herrscht in der Markthalle, die die Stadtväter im Stil
des katalanischen Jugendstils erbauen ließen. 1938/39 wurde Tortosa in eine der bittersten
Schlachten des Bürgerkriegs stark zerstört. Damals bildete der Ebro die Frontlinie
zwischen den gegnerischen Truppen. Heute fällt das Mahnmal am Fluss ins Auge, das General
Franco für die Opfer errichten ließ. Flussaufwärts führt der Weg, durch das üpig grüne Tal
des Ebros, indem dank ausgeklügelter Bewässerungsanlagen, eine fruchtbare Landschaft
entstand. Hier werden vorallem Gemüse und Zitrusfrüchten angebaut. Im Ort Miravet bringt
ein Fährboot Besucher auf die gegenüberliegende Flussseite, der von einer alten
Templerburg überragt wird. Sie erinnert an die Zeit Reconquista, als der Ritterorden für 2
Jahrhunderte die Region dominierte. Von oben genießt man einen herrlich weiten Blick über
das Tal. Weitere Bilder |
| An unserem zweiten Tag, erkundeten wir das Ebrodelta. Es verzweigt sich in zahlreiche
Wasserläufen und Seen und ist die ausgedehnteste Feuchtzone Kataloniens mit insgesamt 320
km². Das Delta, wie wir es kennen, entstand im Laufe der letzten 2000 Jahre,
Anschwemmungen des Flusses vergrößerten das Delta ständig und so entstand eine
einzigartige Landschaft mit Lagunen, Sandbänken, Marsch und Sumpfgebieten. Zu seinem
Schutz wurde 1983 der zentral im Delta gelegene Naturschutzpark Parc Natural Delta de
l'Ebre ausgewiesen. Ringsum wird auf ausgedehnten Feldern intensiv Landwirtschaft
betrieben, vorallem Reisfelder kennzeichnen das Ebro-Delta. Das Städtchen Deltebre ist
neben dem weiter flussaufwärts gelegenen Amposta, der zweitgrößte im Ebro-Delta. Im
Flusshafen werden Bootsausflüge zur Mündung des Deltas angeboten. Hier setzen auch
Autofähren zum rechtseitigen Mündungsgebiet des Ebro über. Diese bieten sich an, wenn man
eine Fahrt zur Laguna Escanyissada plant. Dort brüten Flamingos die man neben anderen
Wasservöglen beobachten kann. Damit schlossen wir unseren Tag im Ebro-Delta ab.
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Bilder |
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Von hier aus fuhren wir ins nur 77km entfernte Tarragona, auf dem Campingplatz Las
Palmeras. Auf dem wir schon einmal 2003 waren. Wir besuchten ihn noch einmal für 5
Badetage, da wir nirgendwo so schöne, klares und türkises Wasser in Spanien
gefunden hatten wie hier. Weitere Bilder |
| Die letzte Station unserer Reise war das nahe gelegene Barcelona. Auf dem Campingplatz
3Estrellas, der direkt am Meer liegt, verbrachten wir unsere letzten 2 Tage. Dort genossen
wir nochmals Sonne, Strand und Meer. Abends fuhren wir in die Stadt, dort wollten wir uns
Karten für das Spiel FC Barcelona gegen FC Bayern München kaufen. Leider war es zu
diesem Zeitpunkt schon ausverkauft (was aber im Nachhinein nicht sehr schlimm war, da die
Bayern eh 4:0 verloren haben), daher gingen wir noch ein bisschen die Stadt erkunden. Weitere Bilder |
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Damit waren unsere 4 Wochen Urlaub vorbei und wir mussten die 1436 km wieder nach
Hause fahren. |