Pals:
Wir fuhren weiter zur Costa Brava an den
Platja del Pals.
Nach einem erholsamen
Strandtag, den wir uns nach dem
Barcelona-Kultur-Trip redlich verdient haben,
besichtigten wir die Stadt Girona. Am schönsten
zeigt sich die Stadt am Ufer des Riu
Onyar dort wo sich pastellfarbene
Häuser im Wasser spiegeln. Hinter ihnen, in der
Altstadt,
säumen Geschäfte die Rambla de la Llibertat. Die
Stadtmauer, deren älteste Abschnitte
die
Römer bauten, ist größtenteils unversehrt. Der beliebteste Andachtsort Gironas ist die
geschichtsträchtige Església de Sant Feliu, die
im 14.Jahrhundert über den Gräbern der
Schutzheiligen der Stadt, Felix und Narcissus, entstand. Neben dem Hochaltar sind 8
römische Sarkophage eingelassen. Ende des 12.Jahrhunderts entstanden die Banys Arabs,
die
Arabischen Bäder - über 300 Jahre nach
dem Abzug der Mauren. Das Zentrum, das die
Geschichte der Juden Gironas erklärt, liegt im Gewirr der Gäßchen des ehemaligen
Judenviertels El Call. In diesem Ghetto lebten
die Juden bis zu ihrer Vertreibung aus
Spanien im Jahr 1492. Die Westfassade der
Kathedrale von Girona ist rein katalanischer
Barock, das
übrige Gebäude gotisch. Der einschiffige Innenraum ist das breiteste gotische
Kirchenschiff Europas. Hinter dem Altar steht der Marmorthron von "Karl dem Großen" -
benannt nach dem Frankenkönig, dessen Truppen 785 Girona einnahmen.
Am
nächsten Tag fuhren wir nach
Figueres, das ganz
in der Nähe ist und in der sich das berühmte Dali-Museum befindet. Figueres war
Geburtsort von Salvador Dali, der 1974 das Stadttheater in das von einer Glaskuppel
gekrönte Teatre-Museu Dali
verwandelte. Wir bestaunten
Salvador Dali's Werke auf
einen Rundgang durch das Museum und
beschlossen danach weiter
in das 55km südlich von Figueres, gelegene Cadaques zu fahren. Das hübsche
weißgetünchte Dorf Cadaques ist eine der
malerischten Orte an der Costa Brava.
Dali gestaltete am Ministrand des Nachbardorfes ein skurilles Wohnhaus, indem er bis zu
seinem Tod 1989 lebte und das heute der
Öffentlichkeit als Casa-Museu Salvador Dali
zugänglich ist. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Cap de Creus, wo der
Wind um die wild zerklüffteten Felsformationen und den Leuchtturm des östlichsten
Punktes der Iberischen Halbinsel pfeift.
Am Tag darauf besichtigten wir die
Ruinen
der griechisch-römischen Ausgrabungsstätte Empuries, nördlich des
Fischerortes L'Escala,
die zu den zu den eindrucksvollsten Zeugnissen antiker Besiedelung in Spanien zählen.
Die Hafenkolonie Emporion entstand ab 600 v.Chr. unter den Griechen, später errichteten
die Römer am Westrand der Anlage eine neue Stadt. Zu sehen sind in der Ausgrabungsstätte
griechische Säulenstümpfe
und Fundamente, Reste der römischen
Stadtmauer, Teile des
antiken Kanalsystems, gut erhaltene römische Bodenmosaiken sowie Reste
einer
frühchristlichen Basilika. Trotz dieser Größe ist bis heute nur 1/4 davon ausgegraben.
Auf dem Rundgang durch die Ruinen mieteten wir uns einen Audio Führer, der uns von der
Geschichte dieser Stadt erzählte und so diesen Ausflug sehr interessant gestaltete.
Nach diesem Tag verbrachten wir noch ein paar Tage am Strand der Costa Brava, bevor wir
die lange Reise nach Hause antraten.Trotz der vielen Stunden im Auto hoffe ich, dass
ich wieder einmal einen Urlaub in Spanien verbringen werde.
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